Seitdem ist genug Wasser die Oder hinuntergeflossen, um endlich von dem Fall einer bestimmten Yacht zu erzählen. Es geht um provisorische Reparaturen, wagemutige Törns, lange Listen und tapfere Bootsbauer 😉. An Herausforderungen mangelte es nicht – aber es hat sich gelohnt.
So fing alles an.
Im Spätherbst erhielt ein Eigner sehr schlechte Nachrichten. Auf seiner Yacht war ein Feuer ausgebrochen. Zum Glück wurde es recht schnell entdeckt und ebenso schnell unter Kontrolle gebracht, sodass die Yacht nicht vollständig ausbrannte – auch wenn sie dabei ordentlich an „Leib und Seele“ gelitten hatte.
Die Navigationskabine bot ein Bild des Jammers, der unverkennbare Geruch von Rauch und verbrannten Materialien hing kilometerweit in der Luft, und die Bordwand, an der der Brandherd entstanden war, hatte einen erheblichen Teil ihrer strukturellen Festigkeit verloren.
Was also tun, wenn eine derart umfangreiche Instandsetzung erforderlich ist und die örtlichen Bootsbauer sich am Kopf kratzen und sagen:
„Wir kriegen das vielleicht hin – aber wann? Keine Ahnung. Fangen wir erst einmal mit ein paar Zehntausend an, aber es gibt keine Garantie, dass das reicht.“
Ich gehe da etwas anders an die Sache heran. Ich kannte die Yacht bereits, und dadurch fiel es mir leichter, eine fundierte Einschätzung abzugeben.
Also fuhr ich fast 4.000 km in eine Richtung, um den Schaden zu begutachten und den erforderlichen Arbeitsumfang festzulegen, damit die Yacht wieder in den Zustand vor dem Brand versetzt werden konnte. Ich kalkulierte Material, Arbeitszeit und Kosten – und stellte fest, dass eine Reparatur vor Ort nicht infrage kam.
Also… was nun?
Nun ja… zuerst braucht man einen Plan.
Fortsetzung folgt.



